Tag 5 – Durch die Klamm und wieder zurück

Süßer die Glockenblumen nie klingen

Süßer die Glockenblumen nie klingen

Der Start in die Gilfenklamm wurde auf 10 Uhr verschoben, denn der vorherige Tag hatte wegen der Vorträge, Bilder und der leckeren Pizza sehr spät geendet. Das gab mir Zeit, meine Aufzeichnungen zu vervollständigen. Außerdem konnte ich so die Bilder von der Gipfelbesteigung noch durchsehen. Dies würde unsere letzte „Expedition“ dieses Workshops werden und irgendwie gab das ein seltsames Gefühl in der Magengegend. Wir waren in knapp 5 Tagen doch ziemlich zusammengewachsen und bildeten ein tolles Team, in dem sehr viel gelacht wurde. Manchen Tag tat mit der Bauch vom Lachen mehr weh, als die Füße vom Wandern.

Werbung für Boots oder Kameras

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Vor dem Start in die Klamm erklärte uns Ulla noch die Technik des Aufhellblitzes bzw. des anblitzens mit geringerer Intensität. Dies Technik bewirkt in einem engem Tal oder einem dunklen Raum mit hellen Fenstern eine deutlichere Abbildung des Motives ohne alles zu überstrahlen. Ich versuchte das ganze mit dem externen Blitz und stellte ihn zum Test einmal auf ½, 1/8 und 1/64 Stärke. Das Ergebnis war recht verblüffend. Ein recht gutes Ergebnis erziehlte ich mit 1/125 s Belichtung und einer Blitzstärke, die auf die Hälfte reguliert wurde.

Farbtupfer auf dem Weg zur Klamm

Farbtupfer auf dem Weg zur Klamm

Der Einstieg zur Klamm liegt nur wenige Meter Fußmarsch von der Pension entfernt und wir liefen mit kleiner Verspätung los. Normalerweise sollte der Marsch durch die Klamm höchstens 45 dauern – bei Fotografen natürlich je nach Motiven und Belieben länger. Nachdem Basti unseren Eintritt bezahlt hatte erreichten wir zügig die erste Stelle für Fotos vom Wildbach.

Weiches Wasser

Weiches Wasser

Dort sprudelt das Wasser über die Steine und mit 1/10 s Belichtung und einer Blende von 22 kann man fließendes Wasser sehr schön soft, fast wie Nebel oder Rauch, aussehen lassen. Dazu benötigt man natürlich ein Stativ oder zumindest eine ebene Fläche als Unterlage und sollte mit einem auf 2 s eingestellten Selbstauslöser arbeiten um Verwackelungen zu vermeiden.

Die Ergebnisse waren recht gut und wir setzten den Weg fort. Alex hatte seine Filmkamera auf den Weg gelegt und filmte unsere Füße beim vorbeigehen.

Probe für Tannhäuser?!

Probe für Tannhäuser?!

Kurz vor dem Start in die eigentliche Klamm gab es noch eine etwas breitere Stelle am Bachbett und einige Bänke. Wir nutzten die Möglichkeit für eine kurze Pause und einige weitere Bilder von Fotografen die Fotografen beim fotografieren fotografieren.

Fotografen werden fotografiert, wie sie Fotografen beim Fotografieren fotografieren

Fotografen werden fotografiert, wie sie Fotografen beim Fotografieren fotografieren

Schirin über die Schulter geblickt

Schirin über die Schulter geblickt

Alex bewies echte Härte, indem er mit nackten Füßen und hochgeschlagenen Hosenbeinen in den eiskalten Bach stieg um das Wasser richtig nah zu filmen. Mit der GoPro im wasserdichten Gehäuse tauchte er auch mehrmals in die Fluten. Die dabei entstandenen, noch ungeschnittenen Filmschnipsel zeigte er uns am Abend.

Jetzt begann der Aufstieg über schmale Steige und Brücken – durch das tagelange Training am Berg fiel uns das natürlich leichter als gedacht. Unterwegs wurden noch die Blitztechniken und verschiedene Belichtungseinstellungen ausgetestet und wir erreichten das obere Ende der Klamm nach 3h. Also eine gute dreiviertel Stunde in Fotografenzeitrechnung.

Während die einen schon ausruhen ...

Während die einen schon ausruhen …

... müssen andere noch Treppen überwinden

… müssen andere noch Treppen überwinden

Als Rückweg nahmen wir die Straße und einen schmalen Weg am Berg entlang, um nicht noch einmal das komplette Equipment durch die Schlucht zu schleppen. Die verbleibende Freizeit bis 19.00 nutzen wir für die Sortierung der Bilder, um diese dann später über eine externe Festplatte miteinander zu tauschen.

Pünktlich 19.00 war die Vorspeise, eine leckere Kartoffelsuppe fertig und wir trafen uns zum Abendessen. Als Hauptgang gab es Steinpilzravioli in Butter- und Safran-Sahne-Sauce.

Nach dem Essen haben wir noch mit Lichtmalerei experimentiert – Fotoapparat auf 20-30 s Belichtung und mit Selbstauslöser mit 2 s Vorlauf gegen das Verwackeln. Dann Auslöser drücken und Ulla schrieb mit der Taschenlampe „Danke“ in die Luft.

Lichtmalerei

Lichtmalerei

Jongleure?!

Jongleure?!

Wir experimentierten noch mit einem punktuell angeleuchteten Bücherregal und einem Kruzifix und einer von innen beleuchteten Trinkflasche.

Ganz tolle Ergebnisse und Lust auf mehr waren das Ergebnis. Weiterhin versuchten wir noch, in einem leicht beleuchteten Raum Fotos von sich bewegenden Leuten zu machen, die wir mit verminderter Intensität und längerer Belichtungszeit anblitzten um auch Umgebungslicht einzufangen

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