Tag 1 – Kennenlernen und erste Aufgaben

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht wurde ich 5.45 Uhr wach und beschloss kurz nach 6 Uhr aufzustehen und zu duschen. Dann begann ich, dieses „Reisetagebuch“ zu schreiben und beendete die ersten beiden Seiten gegen 7.30.

Ulla beim Fotografieren – immer konzentriert und fröhlich

Ulla beim Fotografieren – immer konzentriert und fröhlich

Nach dem Frühstück wurden wir von Ulla sehr herzlich begrüßt. Der Tag fing verregnet an, was Ulla und Basti dazu bewegte, uns zuerst einen kurzen Film über das Mumiendorf in Papua zu zeigen. Mit dem Bericht über diese Menschen und ihre Traditionen, besonders über die Mumifizierung, begann Ullas Arbeit für National Geographic. Weiterhin berichtete Sie uns über den Gewinn des Jugend-forscht-Preises von 3000 DM im Alter von 18 Jahren, was Ihr eine Weltreise ermöglichte. Aus geplanten 6 Monaten wurden 18 und so begann die bis heute andauernde Tätigkeit als Expeditionsfotografin.

Zwischen 10 und 11 stieß auch noch Sara zu uns, die am Morgen aus der Nähe von Frankfurt gestartet war. Jetzt waren wir fast komplett – Michael aus Solingen, Ralf aus Bremen, Hans aus [ORT], Frank, Marcus (mit „c“) und ich. Zwei weitere Teilnehmer sollten noch am Abend eintreffen.

Lektion eins – traue keinem Fotografen, der Automatikprogramme der Kamera verwendet!!

Fotograf mit Model - man achte auf den Fingerzeig

Fotograf mit Model – man achte auf den Fingerzeig

Als das Wetter gegen 12 Uhr immer noch nicht besser war berieten wir über den weiteren Tagesplan und entschieden uns für eine kurze Wanderung. Als erstes begegneten wir einer kleinen Gruppe eingezäunter Kühe. Ulla lockte eine von ihnen an, diese stellte sich als sehr verschmustes Bullenkalb heraus und wurde ausgiebig, mal mit, mal ohne Ulla oder einen der Teilnehemer fotografiert.

Weiter im Wald nahmen wir Pfützen und darin einschlagende Wassertropfen ins Visier und Ulla erklärte uns „Unterbelichtung“ währen sie als Model über eine Pfütze sprang – so bleibt Lehrstoff leicht im Gedächtnis 🙂

Wir schossen Fotos von Fotografen die im Wald vor Pilzen lagen, an Steinen posierten oder sich über Brückengeländer beugten.

Spiegelung im Ring – kein Productplacement

Spiegelung im Ring – kein Productplacement

Das Thema des Tages war Landschaft und ein Portrait mit unscharfem Hintergrund. Alle hatten daran viel Spaß und wir beendeten die Wanderung gegen 17 Uhr vor der Pension.

Basti und Ulla begannen zu kochen und wir sollten aus den gemachten Fotos 9-11 heraussuchen, die wir dann nach dem Abendessen vorstellten. Das war erstens gar nicht so einfach und zweitens auch zum teil sehr ernüchternd, wenn man die “Machwerke” am Rechner in großer Auflösung betrachtete und nicht nur am Mäusekino auf der Kamera.

Es gab Pfifferlingcremesuppe mit Salat und einem Dressing aus selbst gesammelten Wildkräutern vom Gardasee. Als Hauptgang bekamen wir gefüllte Gnocchi mit einer Tomatensauce und dazu selbstgerieben Parmesan – fertig geriebener Parmesan ist ein Verbrechen – wieder was gelernt. Das Essen schmeckte allen hervorragend und die Gastgeber wurden sehr gelobt.

Wegweiser mit Schärfeverlauf

Wegweiser mit Schärfeverlauf

Die Vorstellung und Besprechung der Bilder begann direkt danach und auch die letzten beiden Teilnehmer trafen noch ein. Wir hatten sehr viel Spaß beim Betrachten der ausgewählten Bilder und es wurden gemachte Fehler besprochen und Kriterien genannt, die ein Bild noch besser wirken lassen.

Der Mareiter Bach (Ridnaunbach) schlängelt sich durch das Ridnauntal

Der Mareiter Bach (Ridnaunbach) schlängelt sich durch das Ridnauntal

Jedem war die Auswahl seiner 10 Besten gelungen und es gab sehr interessante Ergebnisse zu bestaunen – man durfte sozusagen die Wanderung aus 7 verschiedenen Blickwinkeln noch einmal erleben.

Michael und ich halfen Ulla anschließend beim Abwasch und alle beendeten den Abend gegen 23.50. Am nächsten Tag sollte die erste Tagestour auf einen Berg starten, eine Überwindung von 300-400 Höhenmetern wurde uns angekündigt.

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